Archive for ‘Philosophie’

26. Juli 2014

„as three men are walking together, one of them is bound to be good enough to act as my teacher.“

-konfuzius

 

moses mccormick ist amerikaner, geboren in akron, ohio. nun lebt er in columbus, ohio, mit seiner frau, seinen kleinen zwillingen und einem dritten kind auf dem weg. was diesen mann besonders macht? sein talent für sprachen. und, dass er dieses talent eindrucksvoll auf youtube präsentiert. moses spricht 50 sprachen, nicht alle fließend, aber alle fließend genug um muttersprachler sichtlich tief zu beeindrucken. mccormick ist lehrer, privat von zuhause aus über skype. er sprichtseit zehn jahren mandarin, was ihm sicherlich beim kennenlernen seiner taiwanesischen frau geholfen hat.

auf seinem youtube-kanal „laoshu505000“ (laoshu ist sein chinesischer name und bedeutet maus) gibt es über 2000 videos. die, die mich interessieren heißen „level-up“ und sind (fast) ungeschnittene ausflüge in lokale supermärkte, ebony-shops, delis, restaurants und festivals, bei denen moses (und in letzter zeit häufiger auch ein freund, marcel)  mit hunderten muttersprachlern spricht. alle videos sind in liebevoller handarbeit untertitelt. gefilmt wird das ganze mit einer versteckten kamera an mccormicks hut.

ich liebe diese videos aus vielen gründen: laoshus sprachtalent, die großartigen reaktionen der diversen mutterprachler (die meisten sind deutlich erstaunt einen 2 meter großen afroamerikaner thai, koreanisch, tagalog oder japanisch sprechen zu hören), die echtheit der gespräche, das automatische lernen der sprachen…aber seht selbst:

3. Februar 2014

guter podcast: nobody likes onions

ich liebe talk-radio. wenn andere leute einslive hören, höre ich podcasts oder die howard stern show. meistens werden es täglich mehrere stunden mit in-ears direkt ins gehirn.
(mitte januar habe ich mein iphone gegen ein htc one getauscht und brauchte einen neuen podcast-client. benutze jetzt doggcatcher, vielleicht kennt jemand was besseres?)

die meisten folgen meiner abonnements erscheinen wöchentlich, aber nlo gibts eigentlich immer. der moderator heißt patrick melton. melton ist sehr talentiert, aber er ist idealist, der sich und seine karriere für die pointe sabotiert. patrick zieht seine grenzen deutlich anders als seine nachbarn, die film- und tv-studios in burbank. der mann ist nicht für’s fernsehen gemacht, er hat zu viele schichten (ha!).
ein patrick ist sehr albern, einer ist begnadeter interviewer, der sich im gespräch zurücklehnen kann um zuzuhören, ein anderer patrick am mikrophon ist gegen alles, mexikanernegerschwule.zip. dann gibt es den freestylenden patrick, der mit derbem flow (?) reimt….ständig kommen neue patricks ans licht. nicht alle mein ding, aber alle gut gemacht.

oft steht oder fällt die episode mit den anwesenden gästen und co-hosts. meine aktuelle lieblingsshow lief vor etwa 2 wochen, „relationshit“. die stimmung im studio ist herrlich seltsam, weil adam, teil eines pärchens, das als fans zu gast ist, viel zu ehrlich ist. wunderbar. das ende einer beziehung wurde selten so offen und ehrlich besprochen.

http://www.nobodylikesonions.com/2014/01/21/nlo-992-relationshit/

ein podcast, der gut ist.

10. Dezember 2011

louie: digital hero.

das ist louie ck. der größte, ehrlichste, bauchlacherfähigste stand up der letzten zehn jahre.

louie

louie macht alles richtig. er filmt sein eigenes stand up special mit 3 oder 4 red one kameras, läd das ganze auf seinen server, lässt dich mit paypal 5$ bezahlen und du kannst das ganze 2 mal runterladen (in hd h.264 als mp4) und 2 mal streamen. dazu dann noch dieser grundehrliche text über piraterie:

tod den dvds!

 

5. August 2011

55 days till mayhem/tranquillity

puh, ich hatte grad eine dieser „definitiven“ realisationen: ich fliege nach china. in 56 tagen sitze ich neben meinem onkel in einem flugzeug, das zur landung in hongkong ansetzt. einen weiteren tag später zocke ich im venetian in macao um dicke scheine und sehe mir ne show an. high rollin‘. dann gehts weiter nach peking, chinesen gucken, dann shanghai, chinesen gucken, dann suzhou, chinesen gucken.

das leben kann schön sein. trotzdem habe ich angst vor den vielen variablen. die googledocs-datei zum china trip ist jetzt etwa 150 zeilen lang, es kann so viel geschehen, materielle verluste wie diebstahl durch kleine chinesenhände sind noch meine geringste sorge. elementare dinge, wie gute schuhe, warme klamotten, klima, sitten, gebräuche, flugsicherheit (brennende flugzeugwracks durchziehen meine tagträume)… unfreiwillig formatierte sd-karten treiben mein fotografenherz in den wahnsinn. es kann viel passieren. am ende hat man immer ne gute zeit, ausser auf klassenfahrt. klassenfahrten sind immer scheiße. eiserne regel.

was mach ich so, fragste? fragste nicht. ich sags dir trotzdem. nicht viel, momentan ist der alltag küchenmeister, auch wenn der sich (wegen china) mit dem schmalhans zusammengetan hat, viel kohle ist für nichts übrig, keine neuen knipsen aber ein neuer reisecomputer auf dem ich das hier grad tippe (gehört dann auch erst im august 2013 mir. apple ist da sehr kulant, wenn die schufa es auch ist).

überhaupt: man lebt halt. es kann auch mal nen monat vergehen, nach dem ich mich frage: was war? meistens nichts. routine mit leichten peaks und downs.

ich mag das so, ich will nichts anderes. ich bin materie, also bin ich physik. was sagt wikipedia über trägheit?

Die Trägheit ist die Eigenschaft von Körpern, in ihrem Bewegungszustand zu verharren, solange keine äußere Kraft auf sie einwirkt.

die kraft wartet am flughafen auf mich. 55 days till new reality.

30. Mai 2011

ehec my ass

ich fülle, anders als die medien, mein sommerloch mit salat. eigenem salat. (fast) garantiert scheiße-frei. tomaten dann so in 6 wochen.

gärtnern, bitches.

29. März 2011

ey, sparkasse dinslaken, go fuck yourself!

ich muss mal eben motzen, ranten, abkotzen.

heute kam die post, ein brief der sparkasse. am 31.3.11 wird das herkömmliche TAN-verfahren abgeschaltet, die TAN-liste wird ungültig. ich liebe onlinebanking, mein geld gebe ich eigentlich nur so aus. ‚till they fucked me. die geigen führen jetzt das chip-TAN und sms-TAN verfahren ein, was effektiv bedeutet: pay up, sucker. neun cent pro sms oder 9,95 für dieses chip-lesedings. ich hasse sowas. das system hat immer funktioniert und jetzt muss ich noch nem spackoverein meine handynummer aufschreiben und darf dafür bezahlen. ich informiere mich morgen bei anderen banken, obs das da auch gibt. wenn nicht: girokonto ohne zinsen (!!) gibts auch woanders.

7. März 2011

not sure if trolling.

 

(think about that. think about it!)

31. Dezember 2010

warum der mensch noch götter braucht und die heutige wissenschaft nicht als einzige erklärung dienen mag (oder: der versuch, die zeit zu erklären)

In order for something to exist it must have duration, it must exist for a certain amount of time. To say that something exists for no time at all, that at the very moment that it comes into existence it also passes out of it, is to say that it doesn’t exist at all. Unicorns exist for no time at all; so do square circles. Things that exist for no time at all don’t exist. In order for something to exist it must have duration.
The past and the future do not exist; they are not there, in the world. Perhaps the past once existed, and perhaps its effects can still be seen in the world today, but the past doesn’t exist now; if it exists now, then where is it? And perhaps the future will exist one day, but it doesn’t exist yet; again, if it exists now, then where is it? The past and the future clearly do not exist; the universe consists only of the gap between them, the present.
How large is the gap between the past and the future? What is the duration of the present? A minute? A second? A nano-second?
Clearly the present does not last as long as a minute. A minute consists of different temporal parts. First comes its beginning, then its middle, and then its end. Each of its parts occurs at a different time. If its beginning is present then its middle and end are future. If its middle is present, then its beginning is past and its end is future. If its end is present then its beginning and middle are past. If the present lasted as long as a minute then it would consist of past, present, and future elements, but that would be absurd; the present must be wholly present.

das ist das dilemma des quantensprungs zwischen menschengeschaffener definition von erkenn- und fühlbaren phänomenen und dem, was unser gehirn einfach nicht zu packen vermag.

der ungeduldige flüchtet sich in die religion, dem einzigen lebensentwurf, der heute die antworten von morgen zu liefern verspricht,  der strebsame forscht, um irgendwann die unschließbare lücke zu schließen.

das ergebnis bleibt das selbe: zu kleine gehirne. bleibt die hoffnung auf eine einhundertfünfzig jahre alte theorie (einhundertfünfzig jahre: ein statisches hauchen einer fast unmessbaren nanosekunde in einem praktisch indifferentem universum), die uns haare verlieren lässt und mächtige, mit adern pulsierende  gehirne beschert.

jetzt nur noch fix den klimawandel verhindern, damit wir das auch noch erleben.

wir machen das schon, aber ich spüre: wir sind nicht wirklich nah dran.

10. Oktober 2010

tracks des monats XIII

ich höre eigentlich keine musik mehr.

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22. August 2010

christoph schlingensief

herr schlingensief kam vor etwa vier jahren in das fotostudio in oberhausen, in dem ich arbeite. er benötigte passbilder, kam aus afrika, dort wurden seine dokumente gestohlen. er musste  wohl „african twintowers“ gedreht haben.

ich fertigte die biometrischen passbilder, ernst, ohne jedes lächeln, konform. er zahlte, ging.

zwei tage später kam er wieder. er hatte überlegt, wolle seine haare strubbeln, „ziviler ungehorsam“, sagte er. ich verkaufte ihm erneut die passbilder und wir unterhielten uns vielleicht vier, fünf minuten. ich mochte ihn, u3000 und hundert jahre adolf hitler.

er sagte „die erste welt unterdrückt afrika, weil die größere pimmel haben!“ und ging.

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