Links.

Da stehe ich politisch. Weit Links sogar.

Und trotzdem…

…oder genau deshalb…

…ärgere ich mich in dem Moment in dem ich am Oberhausener Bahnhof eine „Frau“ in kompletter, schwarzer Burka in den Zug steigen sehe nicht so sehr über mich, wie ich warscheinlich sollte (denn meine ersten peinlichen Gedanken spielten sich irgendwo zwischen Flucht und „100%ig nen Anschlag“, während der Zugfahrt sogar in paranoide sekunden kurz nach dem Knall, der bitteren Gewissheit recht gehabt zu haben, ab, was mir bitterlich leidtut), sondern über ihre Gesellschaft, die es erlaubt eine Frau genau so darzustellen, sie vorzuführen. Das läuft gegen so gut wie Alles für das meine Weltanschauung steht und es schmerzt mich innerlich eine so unterdrückte Seele an ihren Mann gekettet zu sehen. Die Ursachen zu pauschalisieren liegt mir fern. Was allerdings meiner Überzeugung entspricht: Ohne Erwachsene, die an ein durchsichtiges Weltraumwesen glauben, wäre die Welt einfacher. Viel einfacher. Eine Oase klarer Gedanken.

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One Comment to “Links.”

  1. sondern über IHRE Gesellschaft

    … hey, unsere (!) Gesellschaft gibt sich stillschweigend damit einverstanden solche kastrierten Frauen als öffentliche Realität zu akzeptieren.
    Würde an eben diesem Bahnhof eine „freie“ Frau drangsaliert, fänden sich mit unter schon ein paar Hilfsbereite, die einschritten.
    Eine Menschenrechtsverletzung, wie Du sie beschreibst, wird dennoch stillschweigend zur Kenntnis genommen. Ergo, liegt es an uns (ach so toll Aufgeklärten, die wir die Weisheit und Wahrheit der Freiheit mit Schöpfkellen gefressen zu haben meinen) einzuschreiten und ein wenig Zivilcourage an den Tag zu legen. Das mag aus meinem mittlerweile schon abgehalftertem Mund (27 Lenze) altbacken klingen, doch werden einige Wahrheiten nicht spröder mit der Zeit… (Ich sehe mich als legitimen Nachfolger von Brecht, Marx und Mohammed, dessen Reinkarnation ich bin…)
    Zurück zum Thema.
    Gerade in Zeiten des Tibet-Alarms, sollten wir vor unserer eigenen Tür fegen und Menschenrechtsverletzungen anzeigen = unmöglich machen…
    Nicht mit einem snobistischem, eurozentristischem Ideal, sondern viel wichtiger ist es dem Pascha am Bahnhof wortgetreu aus seinem Buch des Analfabeten, die Unmöglichkeit seines Handelns zu zitieren.
    z.B Sure 2:257

    Das ich mich durch Kopftücher (und dem was sie bedeuten) in meiner Ehre als Mann verletzt fühle, und dass aktuelle Formen der Pornografie, Modefotografie oder Schamrasur, wie sie in unserer Gesellschaft modern sind, keinen Deut besser sind, gilt es in einem anderen Thread (und bei neuem Bier) zu behandeln…

    Glück Auf,

    der burner

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