Tracks der Woche SPEZIAL: Tracks des Lebens.

Nach zwanzig Jahren eine Art erstes Résumé. Ich hab mir heute den ganzen Tag Gedanken gemacht. Woher kommt mein Musikgeschmack, warum hat er sich verändert, warum Gitarre und kein Keyboard. Ich weiß es nicht. Abfallprodukt dieses Zermaterns ist aber eine art Liste, die ich erstellt hab: Ein Lied pro Lenebsjahr. Das war schwer. Ab geht die wilde Luzi:

Ich muss wohl mit meinem siebten Lebensjahr beginnen. Vorher gabs nur Benjamin Blümchen, soweit ich mich da erinner. Die ersten musikalischen Erfahrungen machte ich über meine Eltern und nicht zuletzt über meine damals pubertierende Schwester (Ich liebe sie. Nicht nur dafür):

(7 Jahre) The Kelly Family – NaNaNa

Oh Mann. Das ist eins das weh tut. Aber damals war ich echt riesen Fan. Mit Bravo Poster an der Zimmertür.

(8 Jahre) Demis Russos – Forever And Ever

Mama. Durch und durch die Musik meiner Mutter, Jahrgang ’55. Passt, blieb lange im Ohr, heute nicht mehr so meins, trotz großem Toleranzbereichs.

(9 Jahre) Hannes Wader – Heute Hier, Morgen Dort

Sehr gut, das Schämen ist (erstmal) vorbei. Hannes Wader passt wieder sehr zu meinem Vater, der tatsächlich mal politisch gewesen sein muss (Heute: „Denen würg ich einen rein, ich wähl die Linkspartei!“). Hannes Wader geht auch heute noch sehr gut. „Kokain“ ist in gewissen Kreisen sogar Kult.

(10 Jahre) The Beatles – Yellow Submarine

Auch hier wars wieder der Vater. Allerdings mag der lieber die frühen Beat-geschichten.

(11 Jahre) Backstreet Boys – Everybody

*klick* Schämen an!…Naja, irgendwie musste man ja Mädels kennenlernen. Und: Meine erste Raubkopie, ha!

(12 Jahre) Body Count – Cop Killer

Ich hab nachgerechnet, ich war wirklich 12! Nen Tape, dass ich von einem „Pascal S.“ bekommen hab. Lief sehr lange im Walkman, ohne das ich irgendwas verstanden hätte.

(13 Jahre) Die Toten Hosen – Pushed Again

Punkrock (oder das, was ich für Punkrock hielt) wurde langsam interessant. War auf der Bravohits (20?) und öffnete eine Dose voller Deutschpunk für mich.

(14 Jahre) Die Ärzte – Meine Freunde

DER Song, den meine Eltern nicht erlaubt haben. Yeah, Rebellion, hier komme ich!

(15 Jahre) Pennywise – The World

Ab hier begann eine Phase der (leichten) gesellschaftlichen Isolation. War aber auch nen Scheißgefühl seine roten Haare immer wieder mit „Punkrock is ne Lebenseinstellung!“ zu begründen. Heute auch irgendwie peinlich, obgleich wegweisend.

(16 Jahre) Nirvana – Rape Me

Ach, was hab ich mir gewünscht 10 Jahre vorher geboren zu sein. Und der Mordfall Cobain hat mich weitaus länger interessiert als die Musik.

(17 Jahre ) Bob Dylan – Subterranean Homesick Blues

Meine kurze, aber sehr intensive Dylan-Phase. Von Blonde On Blonde zu aktuellen und sehr bizarren Liveauftritten. Heute bin ich geheilt und Dylan langweilt mich.

(18 Jahre) The White Stripes – I Just Don’t Know What To Do With Myself

Die schon länger schwehlende Liebe zu den White Stripes wurde durch Elephant zum hellen Feuer entfacht. Das Album hat mir einen ganzen Sommer zusammengebaut. Bis heute meine Lieblingsband.

(19 Jahre) Blanche – So Long Cruel World

„Detroit? Und von 2004?“ Typische Reaktion auf Musik von Blanche. Über die White Stripes entdeckt und lieben gelernt. Genau wie Alles von Dan Miller.

(20 Jahre) Rick Ashtley – Never Gonna Give You Up

You’ve been RICKROLLED!

Videos nach dem Jump.

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